Kleine, leuchtend rote bis bläulich-rote Pünktchen auf der Haut, die mit den Jahren mehr werden – viele Menschen kennen dieses Phänomen unter dem Namen Blutschwämmchen. Fachlich werden sie auch als Rubinflecken, Kirschangiome oder Angioma senile bezeichnet. In diesem Beitrag erklären wir, was Blutschwämmchen sind, wie sie entstehen, wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist und wie sie sich mit der Phlebolyse schonend und narbenarm entfernen lassen.
Was sind Blutschwämmchen?
Blutschwämmchen sind gutartige (benigne) Gefäßveränderungen der Haut. Sie entstehen, wenn sich kleine, oberflächlich gelegene Blutgefäße erweitern und neue, feine Kapillarknäuel bilden. Dadurch entsteht der charakteristische rote bis dunkelrote, manchmal leicht erhabene Fleck oder Knötchen von meist 1 bis 5 Millimetern Durchmesser. Blutschwämmchen sind in der Regel schmerzlos, wachsen nur sehr langsam und können vereinzelt oder in größerer Zahl am Körper auftreten – am häufigsten am Rumpf, aber auch an Armen, Beinen oder im Gesicht.
Sie zählen zu den häufigsten gutartigen Hautveränderungen überhaupt und betreffen im Laufe des Lebens einen Großteil der Bevölkerung, insbesondere ab dem mittleren Erwachsenenalter.
Wie entstehen Blutschwämmchen?
Die genaue Ursache ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Als begünstigende Faktoren gelten:
- Alter: Die Häufigkeit nimmt mit steigendem Lebensalter deutlich zu.
- Genetische Veranlagung: Blutschwämmchen treten familiär gehäuft auf.
- Hormonelle Veränderungen: zum Beispiel während der Schwangerschaft oder bei Hormonschwankungen.
- Gefäßveränderungen im Rahmen des natürlichen Hautalterungsprozesses.
Ein direkter Zusammenhang mit Sonnenexposition, Ernährung oder Lebensstil ist nach aktuellem Kenntnisstand nicht belegt. Blutschwämmchen sind keine Infektion und nicht ansteckend.
Sind Blutschwämmchen gefährlich?
Blutschwämmchen selbst sind harmlos und besitzen kein bösartiges Entartungspotenzial. Dennoch gilt: Jede neue oder sich verändernde Hautveränderung sollte ärztlich beurteilt werden, bevor eine Behandlung erfolgt. Nur so lässt sich sicher ausschließen, dass es sich nicht um eine andere, abklärungsbedürftige Hautveränderung handelt. Wir empfehlen daher vor jeder Entfernung eine sorgfältige Blickdiagnose durch geschultes medizinisches Fachpersonal – im Zweifel in Rücksprache mit einer dermatologischen Praxis.
Behandlung: Schonende und narbenarme Entfernung mit der Phlebolyse
Da Blutschwämmchen medizinisch unbedenklich sind, erfolgt ihre Entfernung in der Regel auf Wunsch der Patientin oder des Patienten – etwa wenn sie als störend empfunden werden, mechanisch gereizt sind (z. B. durch Kleidung) oder gelegentlich bluten, wenn sie aufgekratzt werden. Als Naturheilpraxis setzen wir hierfür die Phlebolyse ein, ein Verfahren das speziell auf gefäßbedingte Hautveränderungen abgestimmt ist.
Wie funktioniert die Phlebolyse?
Bei der Phlebolyse wird über eine feine Nadel eine Kombination aus hochfrequenten Funkwellen und elektrischem Strom appliziert. Diese versetzt die Wassermoleküle im Gewebe in starke Schwingung – es entsteht gezielt Wärme, welche die feinen, das Blutschwämmchen versorgenden Gefäße von innen heraus veröden lässt. Das Instrument selbst bleibt dabei kalt, sodass Verbrennungen der umliegenden Haut ausgeschlossen sind.
Da die Blutzufuhr zur behandelten Stelle unterbrochen wird, bildet sich das Gewebe in den folgenden Tagen bis Wochen langsam zurück, verschorft und löst sich schließlich von selbst ab. Darunter kann sich in dieser Zeit gesunde Haut neu bilden.
Vorteile der Methode im Überblick
- Keine Betäubung notwendig
- Narbenbildung bislang nicht bekannt
- Schonendes, schmerzarmes Verfahren
- Sofort sichtbare Reaktion des Gewebes
- Für nahezu jeden Hauttyp geeignet
- Kein Verbrennungsrisiko, da die Nadel kalt bleibt
- In der Regel keine Blutung während der Behandlung
- Kein Fadenmaterial, kein Druckverband erforderlich
- Keine Einschränkung im Alltag nach der Behandlung
Ablauf einer Behandlung
- Beratung und Blickdiagnose: Zunächst wird die Hautveränderung begutachtet und der Behandlungsablauf besprochen.
- Behandlung: Die betroffene Stelle wird mit der feinen Nadel gezielt behandelt; die Sitzung dauert je nach Größe und Anzahl der Blutschwämmchen meist nur wenige Minuten.
- Abheilung: In den folgenden Tagen bis Wochen löst sich das behandelte Gewebe von selbst ab.
- Kontrolle: Bei größeren oder besonders hartnäckigen Veränderungen kann eine weitere Sitzung erforderlich sein.
Mögliche Nebenwirkungen
Die Behandlung wird von den meisten Patientinnen und Patienten als gut aushaltbar beschrieben, auch wenn sie spürbar sein kann. Nach der Behandlung können vorübergehend leichte Rötungen an der behandelten Stelle auftreten, die üblicherweise von selbst abklingen. Wie bei jeder Hautbehandlung sollten mögliche individuelle Risiken vorab im persönlichen Gespräch besprochen werden.
Häufig gestellte Fragen
Kommen Blutschwämmchen nach der Entfernung wieder?
Das behandelte Blutschwämmchen selbst bildet sich durch die Verödung der versorgenden Gefäße in der Regel nicht neu. Da die Veranlagung zur Bildung weiterer Blutschwämmchen jedoch bestehen bleibt, können im Laufe der Zeit an anderer Stelle neue entstehen.
Tut die Behandlung weh?
Die Phlebolyse kann ohne Betäubung durchgeführt werden. Manche Patientinnen und Patienten empfinden sie als spürbar, jedoch überwiegend als gut aushaltbar.
Hinterlässt die Behandlung Narben?
Nach bisheriger Erfahrung und Dokumentation ist eine Narbenbildung nicht bekannt. Eine individuelle Garantie kann jedoch – wie bei jedem medizinischen Verfahren – nicht gegeben werden, da die Hautreaktion von Person zu Person variieren kann.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Da eine Entfernung von Blutschwämmchen in der Regel nicht medizinisch notwendig ist, wird sie üblicherweise nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Ausnahmen und die genauen Kosten besprechen wir gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch.
Fazit
Blutschwämmchen sind harmlose, altersbedingte Gefäßveränderungen der Haut, die viele Menschen betreffen. Wer sie entfernen lassen möchte, findet mit der Phlebolyse ein schonendes, in der Praxis bewährtes Verfahren, das ohne Betäubung, ohne Skalpell und ohne bekannte Narbenbildung auskommt.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Vor jeder Behandlung ist eine Untersuchung der jeweiligen Hautveränderung erforderlich, um andere, abklärungsbedürftige Ursachen auszuschließen.






